The School for Good and Evil 1 - Es kann nur eine geben

The School for Good and Evil 1 – Es kann nur eine geben – Ein märchenhaftes Abenteuer

Eine Buchempfehlung zu The School for Good and Evil 1 – Es kann nur eine geben von Soman Chainani mit dem besten Zitat.

Wir teilen das Leben in Gut und Böse auf, in schön oder hässlich, Prinzessin oder Hexe, falsch oder richtig. Als gäbe es nichts dazwischen.

The School for Good and Evil 1 - Es kann nur eine geben
Autor: Soman Chainani
Originaltitel: The School for Good and Evil
Verlag: Ravensburger
Reihe: The School for Good and Evil (3 Bände)
Seiten: 512
ISBN: 978-3-473-40127-7
Preis: 16,99 €, geb. Ausgabe
Erscheinungsdatum: 01.10.2015
Bewertung:

 

Klappentext von The School for Good and Evil 1

Auf der Schule der Guten und der Schule der Bösen werden Jugendliche für ihre spätere Karriere in einem Märchen ausgebildet: als Helden und Prinzessinnen oder aber als Schurken und Hexen. Sophie träumt seit Jahren davon, Prinzessin zu werden. Ihre Freundin Agatha dagegen scheint mit ihrem etwas düsteren Wesen für die entgegengesetzte Laufbahn vorbestimmt. Doch das Schicksal entscheidet anders und stellt die Freundschaft der Mädchen auf eine harte Probe …


Meine Meinung

Es war einmal … ein Buch von einer Märchenschule das schon seit Erscheinen auf meiner Leseliste stand und eine Freundin, die einem das Buch ausleiht. Eigentlich wollte ich das Buch schon lange haben, aber leider habe ich bei der Leserunde bei Lovelybooks nicht gewonnen. Doch zum Glück gibt es Mischa, die das Buch bereits hatte und mir nun auslieh.

Es könnte wie im Märchen sein

Sophie gibt das typische Bild einer Prinzessin ab. Sie ist hübsch und „tut Gutes“. Sie wartet daher sehnsüchtig darauf, vom Schulmeister an die School for Good and Evil geholt zu werden. Ihre Freundin Agatha dagegen ist die typische Hexe. Geheimnisvoll, gruselig und sieht nicht besonders aus. Schließlich landen die beiden an der Märchenschule. Doch leider verläuft nichts so, wie Sophie das wollte, im Gegenteil.
Ich muss sagen, ich habe das Buch wahrlich verschlungen. Ich mag einfach „Zauberschulen“.  Gut das hier war eine Märchenschule, aber immerhin.

Zwei wunderbare Charaktere

Zunächst zu Sophie. Sie ist der klassische Charakter, den ich in Klischee-Büchern nicht mag. Sie ist selbstverständlich bildhübsch, eingebildet und glaubt wirklich sie sei Gut. Doch obwohl ihr Charakter mir komplett missfallen müsste, mochte ich sie sehr. Denn gerade diesen Charakter habe ich in dem Buch erwartet und daher fand ich sie von Anfang an toll. Sie gehört einfach mit ihrem Charakter in die Story, anders geht es nicht.
Natürlich war mein eigentlicher Lieblingscharakter Agatha. Denn sie hält sich für hässlich und glaubt an die Schule des Bösen zu gehören. In ihr sieht jeder zunächst die Hexe und sie selbst ist davon auch überzeugt. Doch eigentlich will sie nur eins: zurück nach Hause. Leider geht das nicht so einfach …

Auch der Rest passt

Auch die anderen Figuren passen wunderbar in die Geschichte von The School for Good and Evil 1 – Es kann nur eine geben. Das Buch handelt nun einmal von Märchen. Doch diese werden auf ironische Art und Weise hier verzerrt beschrieben. Dementsprechend sind die Figuren durcheinander gestaltet, ändern ihren Charakter, ihr Aussehen und ihr Verhalten je nachdem, was grad passiert. Obwohl ich sowas ja hasse und den Figuren dadurch Tiefe fehlt, passt es einfach.

Und warum passen die Charaktere zum Buch?

HWeil es ein Märchenbuch ist. Sind wir mal ehrlich, dort ist alles so unrealistisch, so oberflächlich und anders ist dieses Buch nicht. Mehr kann man auch nicht erwarten. Doch es geht um mehr, nämlich das Aussehen nicht wichtig ist, sondern der Charakter dahinter. Eine Prinzessin kann noch so schön sein, wenn ihr Herz nicht rein ist, ist sie keine Prinzessin. Das gleiche gilt für eine Hexe. Sie kann genauso lieb und nett sein – ein reines Herz besitzen und dennoch hässlich sein. Was zählt sind die inneren Werte und das hat  Soman Chainani wunderbar hinbekommen.

Märchenhafte Story

Die Story an sich ist wunderbar geschrieben. Sie ist überraschend, spannend und hat schnelle Wendungen. Teilweise werden die Märchen ironisch wiedergeben und ich musste doch sehr über die kleinen witzigen Details lachen. Man könnte manchmal meinen, dass die Geschichte ein wenig überzogen und in die Länge gezogen ist, doch das finde ich nicht.
Was mich allerdings gestört hat, ist die Hektik in The School for Good and Evil 1 – Es kann nur eine geben. Das Buch springt von einem Punkt zum nächsten ohne zwischendurch mal Ruhe zu haben. Aber ich bin der Meinung, dass das passt. Besser als drei Kapitel lang gähnende Langeweile, weil nichts passiert. Dennoch wäre es schön gewesen zumindest zu Anfang eines neuen Storypunktes etwas mehr von der Umwelt der Figuren zu erfahren. So ist man mitten in einem Sturm oder Wald ohne, dass am Anfang auch nur darauf hingewiesen wird.

Und die Moral von der Geschichte …

Auch der Schreibstil ist gut und sehr witzig. Er lässt sich flüssig lesen. Untermalt wird das Ganze durch kleine „Schilder“, Gedichte, Lieder und Textauszügen. Ich finde, das hat das Ganze aufgelockert.
Ich mochte jedoch am meisten den Hintergrund der Geschichte. Wie erwähnt geht, es darum, dass man sich nicht von Äußerlichkeiten blenden lassen sollte. Doch es geht um viel mehr. Denn Gut und Böse sind untrennbar miteinander verbunden und zwar so sehr, dass die Grenzen fließend sind. Schwarz und Weiß – nein die gibt es nicht, sondern nur Graustufen. Gut kann Böse sein und Böse Gut, das will uns Soman Chainani damit sagen und das klassische Bild von Protagonist und Antagonist verändern.

Fazit

Das Buch ist einfach toll und hat, wie alle Märchen, eine Moral. Es kommt nicht auf Äußerlichkeiten an, sondern auf die inneren Werte. Zudem ist gut nicht immer Gut, sondern kann auch Böse sein oder?
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute …

positiv negativ
  • witziger und humorvoller Schreibstil
  • Figuren die man lieben und hassen muss (wie im Märchen)
  • tolle Idee der Geschichte
  • ein wenig hektisch und chaotisch

 

Quelle & Copyright für Cover, Klappentext, Video, Leseprobe bei: https://www.ravensburger.de

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