Schwarzer Schwur

Schwarzer Schwur – Überraschend gut

Das beste Zitat aus Schwarzer Schwur von Holger-Ernst-Ewald Spiecker:

Wenn wir die Lügen durchschauen wollen, müssen wir uns der Wahrheit nähern – und der Person, die Nathaniel West auf dem Gewissen hat.

Schwarze Schwur

Autor: Holger-Ernst-Ewald Spiecker
Verlag: Book on Demand (Eigenveröffentlichung)
Bewertung:
 

Inhalt von Schwarzer Schwur

Benjamin ist kein normales Kind. Obwohl er in sehr guten Verhältnissen aufwächst, ist er etwas ganz Besonderes. Denn er wurde dazu auserkoren an seinem 30. Geburtstag der König eines Raben- und Krähenschwarms zu werden. Ein Schwarm, auserkoren mit besonderen Kräften und um die Menschheit zu beschützen.

Meine Meinung

Ich bekomme immer mal wieder Anfragen von unbekannten Autoren, die ihre Bücher im Eigenverlag veröffentlichen. Das Blumentattoo habe ich euch bereits vorgestellt. Heute präsentiere ich euch Schwarzer Schwur von Holger-Ernst-Ewald Spiecker.

Ein Stereotyp mit Kräften

Ich war ja zunächst etwas skeptisch, was die Story betraf. Da ich jedoch jedem Autor eine Chance geben will, habe ich das auch getan. Zumal mir die Idee der Story sehr gut gefällt. Benjamin ist eigentlich ein typischer Stereotyp. Bringt es, dank seiner besonderen Begabung sehr weit und zieht damit natürlich auch Neider auf sich. Er hatte etwas an sich, was ich mochte.

Die Damen in Benjamins Leben

Am liebsten mochte ich aber Michelle, Benjamins Schwester. Ihre ruhige, dennoch quirlige Art war ein schöner Gegensatz zu Benjamin. Isala, die Königin des Schwarms war ebenfalls gut geschrieben. Allerdings, ein paar Stolpersteine habe ich bei ihr entdeckt. Sie ist das Bindungsglied zwischen Benjamin und dem Schwarm. Aus der Erfahrung heraus weiß ich, dass solche Rollen nicht einfach zu schreiben sind.

Nordische Mythologie

Die ganze Geschichte baut auf der nordischen Mythologie auf. Ein Handlungselement was ich sehr liebe und hier hervorragend umgesetzt wurde. Ich mochte die Idee von den Raben die die Menschheit beschützen. Die Erzählung darüber war so gut, dass ich das Buch allein deswegen empfehlen kann.

Schöner Buchaufbau

Das Buch an sich ist in sechs sehr große und lange Kapitel geteilt. Jedes Kapitel beschreibt einen Lebensabschnitt von Benjamin. Etwas was ich sehr gut fand, jedoch vielleicht bei einigen Lesern zu Langeweile führt. Den Schreibstil kann ich mit gut bewerten. Schwarzer Schwur ließ sich gut und flüssig lesen.

Schwere Handlung

Leider muss ich auch Kritik äußern. Ich kam nur schwer in die Geschichte rein. Teilweise ist die Handlung unnötig lang und könnte ein wenig Kürze vertragen. So wird die Story aus der Sicht vieler Personen dargestellt. Teils auch aus der Sicht von Personen, die keine große Rolle spielen. Auch nimmt die Sicht des Antagonisten viel von der Spannung. Diese vielen Sichtweisen sind aufregend und verwirrend zugleich.

Wenig Charaktertiefe

Zudem fehlt es den Figuren an Charaktertiefe. Die Hintergründe werden beleuchtet, jedoch ihr Charakter wirkt ein wenig steif. Es gibt keine wirkliche Figurenentwicklung. Zwar gewinnen die Figuren an Wissen, ihre Handlungen verändern sich jedoch minimal. Gerade bei so tollen Figuren ist das ein wenig schade.

Fazit

Man muss schon etwas Geduld beim Lesen mitbringen. Bedenkt bitte, dieses Buch wurde im Eigenverlag veröffentlicht. Wer auf eine besondere Story mit Mysterien, Fantasy und nordischer Mythologie steht und dabei nicht sehr kritisch ist, sollte das Buch in jedem Fall lesen. Nehmt euch die Zeit und lasst euch von der interessanten Geschichte mitreißen.

positiv negativ
  • hält einige Überraschungen bereit
  • Idee der nordischen Mythologie gut umgesetzt
  • Hauptfiguren sind sympatisch und laden zum Lesen ein
  • Buchaufbau mit Kapiteln die Benjamins Lebensabschnitt beschreiben
  • langsame und zähe Story die sich im Kreis dreht 
  • man kommt nur schwer in das Buch hinein

Quelle & Copyright für Cover bei: https://www.schwarzer-schwur.de/

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