Robinson Crusoe – Klassiker der Weltliteratur mit Survival Aspekt

Robinson Crusoe – dieses Buch sollten besonders Fans von Survival Fans lesen

Bestes Zitat aus Robinson Crusoe von Daniel Defoe:

Der Mensch verschmähe ja nicht die geheimen Ahnungen und Warnungen vor Gefahren, die ihm zuweilen zuteil werden, wenn er auch keine Gefahren voraussieht. Dem genauen Beobachter kann es meiner Ansicht nach nicht entgehen, daß es wirklich solche Ahnungen und Warnungen im Leben gibt.

Robinson CrusoeAutor: Daniel Defoe
Verlag: Philipp Reclam Jun.
Seiten: 320
ISBN: 978-3-15-020244-9
Preis: 8,95, Taschenbuch
 

 

 

 

Endlich geht es mal weiter mit unseren Klassikern der Weltliteratur, nach Stolz und Vorurteil nun Robinson Crusoe.

Und darum geht es in Robinson Crusoe von Daniel Defoe

Das Buch Robinson Crusoe erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive des Protagonisten Robinson Crusoe. Dieser wurde 1632 in York geboren, als Sohn des Bremer Kaufmanns Kreutzner. Dieser wanderte nach England aus. Robinson wurde von seinem Vater beigebracht, dass er zum Mittelstand gehört, doch Robinson will lieber zur See. Im ersten Teil des Buches schlägt Robinson alle Warnungen und Gebete seines Vaters in den Wind und fährt zur See. Doch kaum auf dem Meer wird das Schiff vor der Küste Nordafrikas von Piraten überfallen. Robinson wird verkauft. Zwei Jahre vergehen und Robinson gelingt die Flucht, zusammen mit dem Jungen Xury. Zusammen segeln sie entlang der afrikanischen Atlantikküste nach Süden. Als sie auf die hohe See gelangen, werden sie von einem portugiesischen Kapitän aufgenommen, sie gelangen nach Brasilien. Dort verkauft Robinson Xury an den Kapitän, aber nur für zehn Jahre.

Gestrandet auf der Insel

In Brasilien gelangt Robinson schnell zu viel Geld. Er kauft eine Zuckerplantage, bewirtschaftet sie, kauft Sklaven. Doch schließlich zieht es ihn wieder hinaus auf die See. Auch diese Fahrt scheint vom Pech verfolgt. Denn nach einem heftigen Sturm überlebt Robinson als Einziger das Unglück. Er strandet auf einer unbewohnten Insel. Obwohl die Lage schlecht für Robinson zu sein scheint, hat der doch Glück. Denn das Unglücksschiff „strandet“ ebenfalls. Mit einem selbst gebauten Floß schafft es Robinson alles aus dem Schiff zu holen, was er zum Leben braucht.

Und damit beginnt das Überleben des Robinson Crusoe auf einer Insel und seinen Abenteuern, die so lange dauern, bis er auf Freitag trifft. Erst durch das Treffen der beiden eröffnet sich für Robinson die Gelegenheit endlich die Insel zu verlassen und in seine Heimat und sein altes Leben zurückzukehren.

Der Autor Daniel Defoe

Daniel Defoe wurde geboren als Sohn eines wohlhabenden Fleischers und Mitglied der Worshipful Company of Butchers. Seine Mutter hieß Annie. Das genaue Geburtsjahr und der Geburtsort sind nahezu unbekannt. Man schätzt jedoch, dass er zwischen 1659 und 1662 geboren wurde.

Erst Theologie, dann Kaufmann

Schon früh zeigten sich bei dem kleinen Foe (wir er ursprünglich hieß) Anlagen dafür, dass er Theologie studieren sollte. Doch Defoe selbst zweifelte nach und nach selber am christlichen Glauben und entschied sich daher nicht zu studieren. Stattdessen ergriff er den Beruf des Kaufmanns. Doch auch dieser Beruf misslang ihm. Defoe führte in London einen Import-Export Handel mit Wein, Tabak und Lebensmitteln. Doch anstatt sich um das Geschäft zu kümmern, erweiterte Defoe lieber seine Bibliothek und schrieb Geschichten und kritische Schriften. Dazu kam noch, dass er aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen England und Frankreich bankrott ging.

Kritisch mit der Welt

Doch das hielt Defoe nicht auf und so veröffentlichte er seine Schriften. Diese prangern gerne mal die Kirche oder die wirtschaftliche Situation des Landes an. Kein Wunder also, dass Defoe sowohl im Gefängnis saß, als auch am Pranger stand. Das Volk war jedoch auf seiner Seite und jubelte ihm zu. Daher ließ sich Defoe nicht einschüchtern, schrieb weiter. Einer seiner bekanntesten Schriften ist wohl der Roman Robinson Crusoe. Es war der erste Roman, der den Reportstil enthielt. Defoe schrieb bis ins hohe Alter, eher aus Geldgründen, als an Spaß, bis er am 26. April 1731 starb. Er hatte 8 Kinder.

Veröffentlichung des Romans

Wie bei allen Klassikern der Weltliteratur auch, ist nicht wirklich viel darüber bekannt, woher der Ursprung der Geschichte stammt. Jedoch, wenn man der Geschichte glauben mag, soll sich Daniel Defoe von einem Text von Richard Steele inspirieren haben lassen. Demzufolge soll der „echte“ Robinson Crusoe Alexander Selkirk heißen. Dieser gehörte damals zur Mannschaft des Freibeuters William Dampier. Nach einem Streit mit seinem Käpt‘n wurde Selkirk auf der zum Juan-Fernández-Archipel gehörenden Insel Mas a Tierra, die heute Robinsón Crusoe heißt, ausgesetzt. Gerettet wurde er jedoch erst am 2. Februar 1709. Nach dieser Geschichte veröffentlichte Richard Steele seinen Text in einer Zeitung.

Ursprünglich ein Zweiteiler

Ursprünglich war jedoch Robinson Crusoe kein Abenteuer Roman. Denn Defoes Original ist eigentlich eine zweiteilige Gesellschaftskritik. Der erste Teil davon handelt aber tatsächlich von Robinsons Zeit auf der Insel. Jedoch wurde die Geschichte schnell zum Abenteuerroman reduziert und veröffentlicht.

Was halte ich von dem Buch?

Die Geschichte des Robinson C. ist ja allgemein bekannt, wurde schon zich mal verfilmt. Alle erzählen sie die gleiche Handlung: Ein Mann landet, nach einem Schiffsunglück, auf einer einsamen Insel, versucht dort zu überleben. Klingt vermutlich für einige nach Survival Game (ich spiele selber so was). Und im Grunde genommen ist es auch nichts anderes.

Spannend und unspannend zugleich

Ich finde für heutige Buch-Verhältnisse ist die Story langweilig. Das muss man einfach so sagen. Nach ca. 200 bis 300 Seiten passiert nicht viel mehr als, dass wir erfahren wie Robinson sich durch die Jahre schlägt. Man erfährt, wie er Tiere züchtet, Getreide anbaut, Lebensmittel sucht. Klar steigert sich das nach und nach. Auch seinen Glauben an Gott verliert er nicht. Das alles geht so lange, bis er auf Freitag trifft, der ihm die Möglichkeit gibt die Insel zu verlassen. Klingt also nicht allzu spannend, ist es auch. ABER, das Buch erschien 1719. Damals gab es eben noch keine Survival Games, Filme oder großartig andere Bücher. Damals war das spannend, zurecht.

Während man heute durch zahlreiche Spiele und Filme glaubt zu wissen, wie man auf einer gestrandeten Insel überleben würde, wussten die damaligen Leser das eben nicht. Ihre Infos stammen, wenn überhaupt, aus Büchern. Dazu zählt nun auch dieses Buch. Und Abenteuerromane waren damals, wie heute, allgemein beliebt.

Ich persönlich fand das Buch aber jetzt nicht so schlecht. Klar, auf Dauer wurde es doch recht langweilig. Aber ich fand es sehr interessant, wie Robinson aus seiner kleinen Behausung nahezu eine Festung gebaut hat, wie er es schaffte mit dem zu überleben, was die Natur ihm gab und, dass er die einfachsten Dinge erst lernen musste (Brot backen, jagen etc.). Ich finde, in der heutigen modernen Zeit, sollte man mal darüber nachdenken. Es kann jedem einmal so ergehen.

Wer allerdings auf Survival steht und gerne Bücher liest, erfährt auf jeden Fall einiges interessantes, über das sich manche Spiele- und Filmentwickler keine Gedanken gemacht haben.

Copyright & Cover: http://www.reclam.de/

 

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