Das Leuchten meiner Welt

Das Leuchten meiner Welt – tiefgründig und erstaunlich

Eine Buchrezension zu Das Leuchten meiner Welt von Sophia Khan mit dem besten Zitat.

Erwachsene sind gut darin, Geheimnisse zu bewahren, doch wenn es darum geht, ihre Schuld geheim zu halten, sind sie nicht gewiefter als wir Kinder.

Das Leuchten meiner Welt
Autor: Sophia Khan
Originaltitel: Yasmeen
Verlag: Diana Verlag  
Seiten: 480
ISBN: 978-3-453-35896-6
Preis: 9,99 € Klappenbroschur
Erscheinungsdatum: 13.06.2016
Bewertung:

 

Klappentext von Das Leuchten meiner Welt

Irenies Kindheit endet an dem Tag, an dem sie nach Hause kommt und ihre Mutter Yasmeen nicht mehr da ist. Der Vater erklärt nichts, weicht allen Fragen aus. Fünf Jahre vergehen, bis Irenie eine Kiste mit Briefen findet und dem Geheimnis ihrer Mutter näher kommt. Auf der Spur einer verbotenen Liebe reist sie von Amerika bis nach Pakistan, voller Hoffnung, in diesem Sommer Yasmeens Verschwinden endlich zu verstehen.

Meine Meinung

Heute mal ein Roman, statt eines Fantasybuchs. Muss auch mal sein und dieses hier stand ohnehin auf meiner Leseliste. Leider hatte ich mir etwas vollkommen anderes vorgestellt, als tatsächlich passiert ist. Nicht nur Gutes, doch lest selbst.

Als Irenes Mutter plötzlich verschwand …

Als Irenies Mutter plötzlich verschwindet, bricht für das kleine Mädchen eine Welt zusammen. Fünf Jahre später findet Irenie die Briefe ihrer Mutter auf dem kleinen Dachboden des Hauses. Was sie über ihre Mutter liest, lässt das Verschwinden, das Geheimnis und die Vergangenheit von Yasmeen in neuem Licht erstrahlen. In der Hoffnung, mehr über die verbotene Liebe und das Verschwinden ihrer Mutter zu erfahren reist Irenie nach Pakistan.

Das Mädchen Irenie

Ich muss, sagen das Buch erfordert schon ordentlich Durchhaltevermögen. Irenie ist nicht die typische Teenagerin, die man so kennt. Sie ist zwar nicht unbedingt schüchtern, dennoch ist sie Insichgekehrt, hat nur eine beste Freundin, ist jedoch sehr brav und wohlerzogen. Sie wirkte ein wenig wie eine Puppe. Eine Puppe die dennoch zu Spaß und Faxen aufgelegt ist. Ich mochte sie, auch wenn sie sich nur sehr wenig im Buch verändert.

Sehr anstrengend – die Sichtweise des Vaters

Neben Irenie, schrieb Sophia Khan Das Leuchten meiner Welt auch aus der Sichtweise des Vaters. Wobei mir seine Sichtweise nach und nach auf die Nerven ging. Natürlich ist er, meiner Meinung nach, Schuld an Yasmeens Verschwinden. Er wirkte sogar noch mehr wie eine leblose Puppe. Man erfährt leider auch nicht viel über seine Gefühlswelt. Sein Leben wurde dafür sehr detailliert und mit vielen Wiederholungen beschrieben.

Tolle Figuren, wenn auch ein wenig verwirrend

Neben diesen beiden Hauptfiguren gibt es natürlich noch die verschwundene Yasmeen, ihre große Liebe Ahmed und ihre Familie. Ich muss sagen für die paar Seiten, waren es eindeutig zu viele Figuren. Einige hätte man, zum besseren Verständnis der Story, ruhig weglassen können. Ich mochte die vielen Ideen und Charakterzüge der Figuren und ihre exotischen Namen. Diese brachten mich aber auch durcheinander. Tja es hat alles seine Vor – und Nachteile.

Eine eher mäßige Story

Die Story entsprach nicht so ganz dem, was ich erwartet habe. Ich habe erwartet, dass Irenie, nachdem, sie die Briefe gelesen hat, alles daran setzt die Wahrheit zu erfahren. Dass sie sich auf ein Abenteuer begibt, Leute ausfragt, um das Geheimnis zu lüften. Stattdessen geht es in der ersten Hälfte nur um Irenies und James Leben. Gut, muss man auch beschreiben. Aber nicht 200 Seiten lang. Es passiert absolut gar nichts. Gut man hat einen kleinen Einblick darin, warum Yasmeen die Familie verlassen hat und auch was schlussendlich mit ihr passiert ist. Ab der zweiten Hälfte erfährt man nur Bruchstücke. Diese konnte ich durch das Wirrwarr an Figuren nicht wirklich zu einem Gesamtbild zusammensetzen. Eine kleine Zusammenfassung zum Schluss wäre hilfreich gewesen.

Gefühle … nein danke

Was mir gefallen hat, waren die kurzen Zitate aus den Briefen am Kapitelanfang. Sie waren toll geschrieben, mitfühlend, ergreifend und tiefgründig. Da ist das Einzige was man an Gefühlen in Das Leuchten meiner Welt erlebt. Sophia Khan schreibt nämlich nur wenig zu den Gefühlen der Figuren, was es schwer macht sich in diese hinein zu versetzen. Was den Schreibstil betrifft, ich musste langsam lesen, um die Wörter und die Sätze zu verstehen. Hat man sich aber einmal rein gelesen, geht es gut voran.

 

Fazit

Das Buch ist sehr tiefgründig, leider mit wenig Gefühl. Die Grundaussage von Das Leuchten meiner Welt gefiel mir gut. Denn Starrsinn und Rache führt nicht häufig dazu, dass ein glückliches Leben für einen nicht mehr greifbar wird.

positiv negativ
  • Zitate aus den Briefen am Kapitelanfang
  • detaillierte Story
  • gut ausgedachte Figuren mit exotischen Namen
  • Story nicht sonderlich spannend
  • zu viele Figuren verwirren einen

 

Quelle & Copyright für Cover, Klappentext, Leseprobe bei: https://www.randomhouse.de

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